
Wer Wir sind
Seit 2006 bauen wir Beziehungen zu den in der Sexarbeit tätigen Personen auf, begleiten und beraten diese entsprechend ihren persönlichen Anliegen, vernetzen sie mit Fachstellen und vermitteln anderweitige Angebote. Wir verstehen uns als Brücke zwischen dem täglichen Leben der sich prostituierenden Personen und einem unterstützenden Netzwerk, das sie in ihrer Selbstbestimmung stärkt.
Warum anora?
Der Name wurde bei der Gründung ganz bewusst gewählt und beschreibt auch, was uns in unserer Arbeit wichtig ist: Frauen zu sehen, ihre Geschichten kennenzulernen und ihnen Raum zu geben, mit ihren Stärken und ihrem eigenen Weg.
Wir möchten Frauen empowern, sie auf ihrem Weg begleiten und Brücken bauen – zu neuen Möglichkeiten, zu Gemeinschaft und zu einem selbstbestimmten Leben. Denn jede Geschichte ist es wert, gehört zu werden. Jede Frau ist es wert, gesehen zu werden.
Der Name Anora bedeutet
Ehre, Ansehen und Licht.

Welche Werte + Haltungen uns leiten
Welchem Umgang mit Menschen wir anstreben
Wir setzen uns für Menschen im Rotlichtmilieu ein, unabhängig von Alter, Religion, Geschlecht, kultureller Herkunft, sexueller Orientierung und Behinderung. Wir begegnen allen Personen auf Augenhöhe. Unserer Überzeugung entsprechend haben alle Personen in der Prostitution einen unveräusserlichen Wert und verdienen einen respektvollen Umgang.
Selbstbestimmung und Stärkung
Wir setzen uns für die Autonomie und Selbstbestimmung von Sexarbeiter*innen ein und unterstützen sie dabei, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
Schutz und Sicherheit
Der Schutz und die Sicherheit unserer Gegenüber stehen für uns an erster Stelle. Unser Raum ist ein Ort der Vertraulichkeit, in dem jeder Mensch sich sicher fühlen kann.
Empowerment und Bildung
Wir glauben daran, dass Wissen und Aufklärung stärken. Durch unsere Angebote möchten wir den Menschen aus dem Rotlichtmilieu den Zugang zu Informationen und Ressourcen ermöglichen, die ihnen helfen, ihr Leben eigenständig zu gestalten.


Politische Haltung
Wir unterstützen alles, was die Rechte der Menschen in der Sexarbeit stärkt - oder warum wir uns weder einseitig für das nordische Modell, noch für die Liberalisierung positionieren.
Der Verein Anora Winterthur positioniert sich politisch neutral. Wir positionieren uns bewusst weder für das Sexkaufverbot noch für eine Liberalisierung. Wir unterstützen alles, was die Rechte der Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind, stärkt, sie allgemein stärkt, ihre Schutzbedürftigkeit anerkennt und für bessere Arbeitsbedingungen sorgt.
Sexarbeit betrifft zahlreiche Fachbereiche. Dennoch dominiert im politischen Diskurs die Perspektive entlang der Grenze, die das sexuelle Erleben der Betroffenen interpretiert. Wir setzen uns dafür ein, dass einzig Betroffene die Deutungshoheit über ihr Erleben besitzen. Die Lebensrealitäten der Betroffenen sind verschieden. Was allen gemein ist: Stigmatisierung, schlechte Arbeitsbedingungen, toxische Männlichkeitsvorstellungen unter Freiern und viele weitere Vulnerabilitätsfaktoren schaden allen. Die Schutzbedürftigkeit anzuerkennen und die Rechte der Sexarbeiter:innen zu stärken, unterstützt alle auf einem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.
Wir setzen uns dafür ein, die Gemeinsamkeiten aller Akteur:innen im Bereich Sexarbeit zu erkennen und darauf aufzubauen, statt sich gegenseitig zu bekämpfen. Damit die Menschen in Prostitution bestmöglich gestärkt sind.
